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Mit Urs Wüthrich und Pia Fankhauser zwei Regierungssitze holen

Der Wahlparteitag der SP Baselland hat am 20. November in Pratteln Urs Wüthrich und Pia Fankhauser für die Wahl in den Regierungsrat nominiert. Die nominierten konnten auch die Glückwünsche der neuen Bundesrätin Siomonetta Sommaruga entgegennehmen, die in einer engagierten Rede von ihren ersten Bundesrats-Erfahrungen berichtete und davon, was sie dabei bewegen will. Zum Abschluss des stimmungsvollen Parteitags brachte der Rapper Greis die GenossInnen in Bewegung.

Zum Auftakt des Wahlparteitags präsentierte Parteipräsident Martin Rüegg (Die vollständige Rede findet man HIER) die drei Hauptthemen des Wahlkampfs: Das Baselbiet braucht mehr soziale Gerechtigkeit, eine ökologische Erneuerung und es muss, um die Zukunftschancen zu nutzen, die Bildung stärken und die "Gute Schule Baselland" weiterbringen. Urs Wüthrich könne nach der gewonnen HarmoS-Abstimmung die Wahlen aus einer Position der Stärke angehen. Auf den anderen Regierungssitzen mangle es aber an Gestaltungswillen und -kraft.

Auch bei den anderen Parteien sehe es nicht besser aus. Die SVP kennt nur noch ein Thema und trägt nichts zu konstruktiven Lösungen bei. Die FDP ist gespalten und gelähmt und in der Regierung übervertreten. Die CVP tanzt wie üblich auf zwei Hochzeiten, war aber in letzter Zeit in der Familienpolitik und bei ökologischen Anliegen zu Allianzen bereit. Die Grünen driften immer mehr ins grünliberale Fahrwasser - auch auf Kosten der sozialen Anliegen. Die SP ist und bleibt die einzige verlässliche Kraft für ein soziales und ökologisches Baselbiet mit einem klaren Profil. Dieses muss im kommenden Wahlkampf klar zum Ausdruck kommen. Das Wahlziel ist es denn auch, mit einem zweiten Sitz in der Regierung das fortschrittliche Baselbiet voranzubringen und angemessen zu vertreten. Ausserdem muss die SP-Fraktion im Landrat die stärkste Fraktion bleiben.

Den Kommentar von Parteipräsident Martin Rüegg zu den aktuellen Ereignissen rund um die Basler Zeitung kann auf onlinereports.ch im Original-Ton mitgehört werden (Bitte HIER klicken). Auf dem gleichen unabhängigen Newsportal findet sich auch ein Interview mit Martin Rüegg.

Urs Wüthrich demonstrierte in seiner Nominationsrede kämpferisch und souverän, dass er bereit ist, mit Freude weiterhin die Regierungsverantwortung zu übernehmen. Mit grossem Beifall nominierte der gut besuchte Parteitag den Bildungs-, Kultur- und Sportdirektor für eine weitere Amtsperiode. 

Nachdem die Delegierten einstimmig dem Antrag der Geschäftsleitung gefolgt waren, bei der Regierungswahl mit zwei Kandidaturen anzutreten, ging es darum, wer neben Urs Wüthriich auf dem Zweierticket der SP stehen soll. In sehr persönlichen und politisch fundierten Reden präsentierten sich dafür die beiden Landrätinnen Pia Fankhauser (Oberwil) und Mirjam Würth (Frenkendorf). Pia Fankhauser, von Beruf Physiotherapeutin, hob ihre Kompetenz in der Gesundheitspolitik hervor. Eindrücklich plädierte sie dafür, in jedem Politikbereich und jeder Planung vom menschlichen Mass und Tempo auszugehenund, in den Menschen zu investieren und nicht in Beton. Mirjam Würth, doktorierte Biologin und verwies auf ihre finanzpolitischen Kompetenze als Analystin bei einer Bank und auf ihre Führungs- und Umsetzungsfähigkeiten, die sie als Präsidentin von Pro Natura Baselland bewiesen hat.

Der Nominationsentscheid fiel mit 75 gegen 52 Stimmen zugunsten von Pia Fankhauser ein. Zu den ersten Gratulantinnen gehörte Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Der Wahlparteitag fand nach einem guten Nachtessen seinen Fortgang im buchstäblich mitreissenden Konzert des Rappers Greis und brachte Schwung in den Wahlkampf, der lange anhalten wird.

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