ÖV im Raum Basel-Allschwil konsequent stärken!

ÖV Basel-Allschwil

Die Bemühungen um eine Stärkung des öffentlichen Verkehrs sind mit dem Budgetbeschluss des Grossen Rates zur Linie 48 zurückgeworfen worden. Die SP Baselland bedauert dies. Sie wendet sich dagegen, dass die Verlängerung der Linie 8 nach Allschwil gegen den Betrieb der Linie 48 ausgespielt wird. Die SP BL fordert die konsequente, entschiedene Förderung des öffentlichen Verkehrs sowie die Schaffung einer gemeinsamen Verkehrsplanungskommission beider Basel.

Die vorweihnächtliche Überraschung war gross: der Grossrat hat die Budgetbeträge für die Buslinie 48, welche die Entwicklungsgebiete Allschwil/Bachgraben mit dem Bahnhof SBB verbindet, gestrichen. Dieser Entscheid stellt nicht nur eine bedauerliche Belastung für die Partnerschaft dar, sondern trägt auch kaum bei zur Förderung des öffentlichen Verkehrs. Begründet wurde der Beschluss nicht zuletzt mit dem Argument, dass durch ein mögliches Providurium der Linie 48 eine Verlängerung der Linie 8 nach Allschwil verhindert werden könnte.

Die SP Baselland wehrt sich dagegen, dass diese beiden Linien gegen einander ausgespielt werden. Es kann nicht angehen, dass die Linie 48 einer Strategie zum Opfer fällt, die darauf hinausläuft, einen Leidensdruck zu verstärken, dem mit der Verlängerung der Linie 8 nach Allschwil abgeholfen werden könnte. Beide Linien haben ihre Existenzberechtigung. Zum einen ist die Erschliessung des Entwicklungsgebiets Bachgraben durch den öffentlichen Verkehr eine Voraussetzung dafür, dass sich dieses wirtschaftlich wichtige Gebiet auch verkehrspolitisch und ökologisch sinnvoll entwickeln kann. Zum anderen ist es aber zu begrüssen, dass die Verlängerung der Linie 8 wieder auf die Traktandenliste gesetzt wird.

Die Missverständnisse und Turbulenzen, die um diesen Entscheid entstanden sind, belasten die Partnerschaft zwischen Baselland und Baselstadt und wären zu vermeiden gewesen. Einmal mehr zeigt sich, dass gemeinsame Planungs- und Beratungsgefässe fehlen. Die SP Baselland fordert deshalb die Schaffung einer gemeinsamen Verkehrsplanungskommission.

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