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Einstieg in den Ausstieg

Einstieg in den Ausstieg

Der Anlass war ein voller Erfolg. Ehrlich: Nicht oft erscheinen zu einem SP-Anlass in Gelterkinden so viele Leute. Das Thema ist offensichtlich für viele Menschen von grossem Interesse. Und den drei Herren auf dem Podium im Jundt-Huus gelang es, das komplexe Thema anschaulich, verständlich und interessant darzustellen.

Auf dem Bild von links nach rechts: Eric Nussbaumer, Nationalrat; Martin Rüegg, Landrat; Urs Steiner, CEO der Elektra Baselland.

Moderator Martin Rüegg stellte gleich zu Beginn fest, dass die beiden Podiumsteilnehmer - beide gelernte Elektroingenieure - zahlreiche Gemeinsamkeiten haben und dass sie auch viele Dinge in der Energiepolitik gleich oder ähnlich einschätzen. Es zeigten sich dann aber auch Unterschiede und Urs Steiner sagte offen, die Bilder aus Fukushima hätten ihn sehr erschüttert und seine Haltung zur Atomenergie verändert. Er teilte auch mit, dass der Verwaltungsrat der EBL den Ausstieg aus der Atomenergie bis 2029 schaffen wolle; im Herbst dieses Jahres würden die Massnahmen bekannt gegeben, mit denen dieses Ziel erreicht werden solle.

Für Eric Nussbaumer ist die Atomenergie schon immer eine Menschen verachtende Technologie gewesen. "Der Ausstieg aus der Atomenergie ist nicht eine Frage der technischen Machbarkeit, sondern des politischen Willens. Dieser hat bisher gefehlt und scheint jetzt weit gehend vorhanden zu sein." Er betrachtet die jüngsten Entscheide von Bundesrat und Nationalrat als wichtige Schritte, aber geschafft ist der Ausstieg damit noch nicht. Er appellierte auch an seinen Gesprächspartner auf dem Podium (beziehungsweise an das Unternehmen EBL, das er führt), mehr unternehmerische Verantwortung in Sachen alternative Energien zu übernehmen und diese aktiv zu fördern. Urs Steiner verwies auf zahlreiche Engagements der EBL in dieser Richtung und machte dem Publikum Hoffnung, dass von dieser Seite in naher Zukunft noch mehr zu erwarten sei.

Der Abend stimmte durchaus hoffnungsvoll. Nicht nur vom Podium hörte man, der Ausstieg sei machbar. Es brauche Anstrengungen, Intelligenz (!), und er koste auch etwas, die horrenden Preiserhöhungen für Strom, die da und dort herumgeboten wurden, bezeichneten allerdings beide Teilnehmer als Angstmacherei. Auch aus dem Publikum gab es Voten, aus denen der Wille sprach, etwas zu tun. Angebote für Effizienzsteigerung, für dezentrale Energieerzeugung und Ähnliches werden genutzt - sie müssen aber einfach zu haben sein. Dann sind viele Leute auch bereit, dafür etwas auszugeben.

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