Land-Rot us erschter Hand (Juli)
Die letzte Landratssitzung vor der grossen Sommerpause ist jeweils nur eine halbtägige, jedoch keineswegs eine halbherzige Sitzung. Es ging durchaus spannend zu und her. So wurde in einer knappen Wahl Christine Gorrenggourt zur neuen BLT Verwaltungsrätin ernannt. Dies im zweiten Wahlgang - im ersten hatten beide Kandidierende gleich viele Stimmen erhalten. Es freut mich, dass mit Christine Gorrengourt eine sachkompetente Frau in diesen Verwaltungsrat Einsitz nimmt.
Gewählt haben wir auch die neuen Spitzen des Kantons: die neue Landratspräsidentin, den Vizepräsi, den neuen Regierungspräsidenten und den neuen Vizeregierungspräsi. Diese Wahlen verliefen unspektakulär. Die SP freut sich, dass die neue Landratspräsidentin Bea Fuchs aus ihren eigenen Reihen kommt und geradezu glanzvoll gewählt wurde. Ein Akkordeonorchester der Musikschule Allschwil umrahmte diese Wahlen mit toller Musik und ich war positiv erstaunt, wie viele junge Menschen Akkordeon spielen lernen.
Auch die Staatsrechnung gilt es jeweils in der letzten Sitzung zu genehmigen. Dies tat der Landrat nach ausführlicher Debatte. "Die Rechnung hinterlässt eine mittlere Unzufriedenheit auf solider Basis.", führte SP-Landrat Ruedi Brassel aus. Dass sie schlechter abschneidet als prognostiziert, ist ein Ausdruck davon, dass man unter den Steuergeschenken leidet, die man in den letzten Jahren gewährt hat. Deshalb ist es für die SP ganz klar, dass keine weiteren Steuergeschenke toleriert werden dürfen.
Bevor wir in den Sommer entlassen wurden, hielt der scheidende Landratpräsident seine Abschiedsrede und teilte uns mit, dass im vergangenen Landratsjahr 242 persönliche Vorstösse eingegeben wurden!
Am Nachmittag stand der Fraktionsausflug auf dem Programm. Die SP Fraktion fuhr nach Allschwil und einige besuchten nach dem gemeinsamen Mittagessen die Blindenführhundeschule. Ich war beeindruckt von der Arbeit, die dort verrichtet wird und von den Hunden, die lernen, verlässliche Partner zu sein. Und natürlich kam auch der "Jöö-Effekt" beim Anblick der Welpen nicht zu kurz. An dieser Stelle verrate ich Ihnen, dass man die Blindenführhundeschule auch als Nichtlandrätin besuchen kann. Immer am ersten Samstag im Monat findet eine öffentliche Führung statt.
Auch den Landrat kann man besuchen. Wir tagen wieder am 9. September. Einen "Jöö-Effekt" können wir in der Regel nicht bieten, dafür garantiert einen Sitzplatz auf der Zuschauertribüne. Bis dahin wünsche ich Ihnen einen frohen Sommer.
Nelly Dambach, SP Gelterkinden




