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27. Januar 2011: Mütter-/Väterberatung

 Welchen Stellenwert haben die Mütter-/Väterberaterinnen im Kanton?

Diese Frage stellte ich in einer Interpellation vor einem Jahr. Ende letzten Jahres erfolgte dann die Antwort, die sehr ernüchternd ausfiel. Jede Gemeinde darf selber bestimmen, welche Ausbildung eine Mütterbera

terin haben soll, wenn überhaupt eine gefordert wird. Die Gemeinden sollen in ihrer Autonomie nicht verletzt werden, stand in der Antwort. Zu Recht war der Verband der Mütterberaterinnen entsetzt über die nicht vorhandene Wertschätzung. Etliche Medien nahmen dieses Thema auf. Es kann nicht sein, dass im Kanton derart grosse Unterschiede bestehen, was die Beratungsangebote für Mütter und Väter betrifft. Als Traktandum 29 gelangte die Interpellation leider nicht mehr zur Beratung im Landrat. Die Mütterberaterinnen führten eine Aktion vor dem Regierungsgebäude durch, die viele Landräte ansprach und auf die Problematik aufmerksam machte. Denn die Ausbildung der Mütter-/Väterberaterinnen ist wichtig, ebenso wie ein kantonsweites gutes Beratungsangebot. Bei der Feuerungskontrolle sind Standards längst akzeptiert, ohne dass sich Gemeinden in ihrer Autonomie verletzt fühlen. Wann die Interpellation wieder traktandiert wird, steht leider in den Sternen.

Pia Fankhauser, SP Landrätin Oberwil, Regierungsratskandidatin