Familienfreundlicherer Kanton

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Gleichstellung sind Kernanliegen der Sozialdemokratie. Deshalb setzt sich die SP-Fraktion des Landrats für den Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung in unserem Kanton ein.

Zur Unterstützung einer Initiative der SP Baselland, die eine gebührenfreie Kinderbetreuung bis zum Eintritt in den Kindergarten sicherstellen soll, wurde von der SP an der Landratssitzung vom 11. März ein Vorstosspaket eingereicht, welches zum Ziel hat, die familienergänzende Kinderbetreuung für schulpflichtige Kinder und Jugendliche auszubauen. Weiter wurde an der gleichen Sitzung die Einführung einer Elternzeit gefordert. Diese Forderungen sollen zu einem familienfreundlicheren Kanton Basel-Landschaft führen.

Die eigentliche Debatte des Tages drehte sich aber darum, dass sich die Regierung unseres Kantons in Bern für weitere Öffnungsschritte im Zusammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Pandemie einsetzen solle. Mit 44 zu 34 Stimmen bei 3 Enthaltungen wurde dieser Vorstoss der SVP vor allem mit Unterstützung aus den Reihen der FDP und der neuen Mitte gutgeheissen. Umstritten war zudem die unbefristete Aufstockung der Präsidien der Abteilung Strafrecht am Kantonsgericht. Hier entschied der Rat mit 48 zu 37 Stimmen bei 2 Enthaltungen, wobei hier die SVP, die Grünen und die Mitte auf der Gewinnerseite standen. Die beiden betroffenen Gerichtspräsidien werden übrigens durch die Parteien SVP und Grüne gehalten…

In der gleichen Landratssitzung wurde auch meine Interpellation zu einer in Arlesheim eingelagerten Sammlung mit rund 8000 Bakelit-Objekten beantwortet. Die Sammlung mit Gegenständen aus diesem ersten echten Kunststoff der Geschichte, die zu den weltweit grössten ihrer Art gehört, wurde in den letzten 35 Jahre durch Jörg Josef Zimmermann und seine Frau Manon zusammengetragen. Sieben Jahre war das Bakelit-Museum in Arlesheim zugänglich. Verhandlungen über einen längerfristigen Verbleib in der Gemeinde führten jedoch zu keinem Resultat, weshalb sich nun diverse Fragen auch an den Kanton stellen. Der Regierungsrat beantworte meine Fragen dahingehend, dass er die Sammlung als «bedeutend» erachtet und gerne bereit ist, weiterhin auf Basis von Projektbeiträgen finanzielle Unterstützung zu leisten, dass aber der Kanton keine Möglichkeit sieht, die Sammlung in eine seiner Kulturinstitutionen zu übernehmen. Ich werde dem Ehepaar Zimmermann raten am Ball zu bleiben und noch nicht aufzugeben.

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