Drei Gemeindepräsidentinnen und drei Gemeindepräsidenten, d.h. 6 von 86, beleben vor den Regierungsratswahlen eine seit Jahrzehnten ziemlich abgelutschte Propagandaidee. Sie sprechen der sozialdemokratischen Kandidatin die Teamfähigkeit ab.

Das Urteil wird nicht begründet, ganz einfach deshalb, weil es sich angesichts der Arbeit von Kathrin Schweizer im Gemeinderat Muttenz nicht begründen lässt. Die Meinung der überschaubaren Gruppe heisst bei genauer Lektüre: eine Partei, die SP, soll mit einem Wählendenanteil von ca. 24 Prozent nicht in der Regierung vertreten sein; der Frauenanteil in der Regierung soll möglichst gering bleiben und eine Biologin braucht es schon gar nicht, sie könnte ja auf unbequeme Zusammenhänge in der Umweltpolitik hinweisen. Man bleibt gerne unter sich – damit man Strassen ungestört bauen kann –, so die etwas kümmerliche Botschaft der sechs Gemeindepräsidien. Wer sich mehr erhofft, wählt Kathrin Schweizer in die Regierung. 
 

Peter Schmid,
alt Regierungsrat, Muttenz

21. Feb 2019