Was sich in den vergangenen Wochen im Homburgertal abgespielt hat, ist beeindruckend! Ein ganzes Tal hat sich gegen den Druck aus Liestal gewehrt und ist für den Erhalt des Läufelfingerli eingestanden. Der Erfolg des Referendums und damit der Erhalt der Bahnlinie S9 zeigen, wie weit die aktuelle Regierung und die rechte Parlamentsmehrheit im Baselbiet von den Menschen entfernt sind.

Bahnbetrieb macht Sinn
Eine Verlagerung des ÖV im Homburgertal von der Schiene auf die Strasse wäre so unökologisch wie unzeitgemäss gewesen. Die SP Baselland hat sich entschlossen für den Erhalt der erst kürzlich ausgebauten Bahnlinie S9 eingesetzt. Es hätte auch finanziell keinen Sinn gemacht, eine Bahnlinie, deren Trassee als Ausweichroute für das nationale Bahnnetz sowieso erhalten werden muss, aufzuheben. Das Läufelfingerli ist aber weit mehr als nur ein Transportmittel: Diese Bahnlinie ist identitätsstiftend für ein ganzes Tal. Es wäre ganz falsch, solch einschneidende Abbaumassnahmen gegen den Willen der Bevölkerung durchzudrücken. Zudem wäre eine S9-Stilllegung der – angeblich auch von der Regierung – gewollten Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung im Homburgertal zuwider gelaufen.

Unklare Kosten für den Busbetrieb
Die Regierungs-Pläne waren also widersprüchlich. Dass sich die zuständige Regierungsrätin dagegen sträubte, die tatsächlichen Kosten für den angestrebten Busbetrieb transparent vorzulegen, ist nicht vergessen.
Die SP wird sich weiter gegen unsolidarische Abbaupolitik und für die Interessen von den Menschen, die in den Randregionen des Kantons wohnen, einsetzen.

 

Kantonalbankgesetz
Die Annahme der Gesetzesänderung begrüsst die SP Baselland. Die Vorlage sorgt für eine Klärung der Zuständigkeiten und setzt die Vorgaben von Basel III um. Die Entpolitisierung und die Effizienz-Steigerung befürwortete die SP explizit.

26. Nov 2017